Pressemitteilung: the Krones Group, Schlüsselfunktion Blechbearbeitung

Schlüsselfunktion Blechbearbeitung

Kanten verrunden: Innovationen für Markterfolg

Der Krones Konzern mit Hauptsitz in Neutraubling, Deutschland, plant, entwickelt und fertigt Maschinen und komplette Anlagen für die Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik. Informationstechnologie, Fabrikplanung, sowie weitere zahlreiche Produkte der Krones Tochtergesellschaften ergänzen das Produktportfolio. Täglich werden Millionen von Flaschen, Dosen und Formbehältern mit Krones Anlagen „verarbeitet“, vor allem in Brauereien, der Softdrink-Branche sowie bei Wein-, Sekt- und Spirituosenherstellern, aber auch in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie der chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Industrie. (Abb: 1)

Mit hoher fachlicher Qualifikation und Kompetenz der Mitarbeiter ist das Unternehmen seit langem zum Weltmarktführer aufgestiegen: Jede vierte Getränkeflasche auf der Welt wird auf einer Krones Anlage abgefüllt, etikettiert und verpackt.

Überaus hoher Produktstandard bedingt auch modernste Fertigungsmaschinen. Beispiele dafür sind innovative Kanten-Entgrat- und -Verrundungsmaschinen vom holländischen Maschinenbauer Timesavers.
Timesavers, the Krone Group

Tonne um Tonne

Für Walter Schwarzbeck, Produktionstechnologe Blechtechnik, im riesigen Werk Neutraubling, hat die Blechbearbeitung eine Schlüsselfunktion für den Markterfolg des Unternehmens (Abb. 2). Dazu erläutert er: „Weltweit verfügen unsere Produktionsstandorte über 550 Fertigungsmaschinen. Damit werden pro Jahr etwa 15.000 Tonnen Edelstahl, 45 Tonnen Aluminium bearbeitet. Hinzu kommen Baustahl und Kunststoff. Allein das Neutraublinger Rohrbearbeitungszentrum ‚verschlingt‛ 302 Kilometer Edelstahlrohr pro Jahr“ (Abb. 3).

Jährlich verlassen 6.500 Container mit fertigen Anlagen und Komponenten das Werk im Oberpfälzer Landkreis Regensburg; weltweit sind es 9.200: 5.400 davon gelangen per Schiff, 2.650 per Lkw und 1.150 per Flugzeug zum Kunden – eine große Herausforderung für die Logistiker der Unternehmensgruppe. Hilfreich ist dabei, zumindest hier im Land, der neue Gleisanschluss im Stammwerk – ein Ergebnis der internen Nachhaltigkeitsoffensive.
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Effektiv: Grat entfernen – Kanten verunden

Martin Landendinger, Leiter der CPL Sheet Metal Production (Produktionseinheit Blech), ist sich seiner Verantwortung für die Gesamtqualität der Krones Maschinen bewusst. Als interne Dienstleister fertigen er und seine 160 Mitarbeiter Bauteile für „alle“ im Unternehmen. Landendinger dazu: „Unsere Funktion hier ist eine sehr zentrale. Wir fertigen für Neumaschinen und Ersatzteile sowie für Nach- wie Umrüstung – was etwa 25 Prozent aller Teile umfasst. Mit unserem Engagement und dem hochmodernen Maschinenpark können wir vorleben, dass Innovation an die Spitze führt“.

Zu seiner PE-Blech nennt er einige Details: „Wir arbeiten teilweise 3schichtig, 95 Prozent des täglich verarbeiteten 20 Tonnen Platten- oder Coilmaterials ist Edelstahl. Pro Stunde entstehen etwa 400 Einzelteile. Im Monat arbeiten wir so 15.000 Aufträge ab. Keine Anlage, die das Werk verlässt, gleicht einer anderen. Daher fertigen wir pro Auftrag fast ausschließlich kleine Losgrößen von im Durchschnitt unter 10 Stück. Dafür sind unsere Laserstrahl-Schneidanlagen die Werkzeuge der Wahl“. Ein mit dem Laser geschnittenes Bauteil hat kaum einen Grat, dafür aber zwei scharfe Kanten, diese gilt es zu verrunden (Abb. 4). Für diesen Produktionsschritt nutzt Krones Rotations-Bürstmaschinen vom Typ 42-Serie-WRB  von Timesavers aus Goes, Niederlande. „Mit diesen Maschinen können wir bei Bedarf vorschleifen und so den wesentlichen Grat entfernen sowie die Kanten verrunden. All dies geschieht auf einer Maschine in einem Arbeitsgang, ohne jeglichen weiteren Zeitaufwand. Für unsere Anwendung einfach ideal“, ergänzt Landendinger.

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Getestet und verliebt

Die erste Maschine von Timesavers wurde vor fast fünf Jahren angeschafft: „Nicht ohne sie vorher ausgiebig zu testen“, sagt der Gruppenleiter Blech in Neutraubling, Markus Karl. Ausprobiert wurde im Vorführraum der Unterschleißheimer Industrievertetung der Holländer, AIV Amann. Diese Erfahrung war überzeugend. Dazu Karl weiter: „Wir hatten ja schon jahrelangen Umgang mit herkömmlichen Maschinen dieser Art. Daher sahen wir uns nach einer Maschine um, die ein sehr gutes Entgrat- und Verrundungsergebnis bei geringstem Aufwand für den Bediener garantieren konnte“. Der Gruppenleiter sieht aber noch weitere Vorteile in der 42-Serie-WRB (Abb. 5): „Oft sind es Kleinigkeiten, die in ihrer Summe zur Entscheidung beitragen. So hat die Maschine einen Auflagenteppich, der sich durch die Rotationsbürsten-Bürsten selbst reinigt. Die Bediener haben sich in das einfach handzuhabende Bedienkonzept ohne Ballast wie Touchscreen und überfrachteter Software ‚verliebt‚ – ohne lange Umwege einschalten, Teile auflegen und entgraten. Mehr wird nicht benötigt“. Durch die Fenstertüre und die Beleuchtung kann der Bediener den Bürstprozess in der Maschine beobachten und die Parameter bei Bedarf anpassen (Abb. 6).
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Weniger ist mehr

In diesem Punkt haben die Führungskräfte gerne dazugelernt: „Man strebt immer nach Perfektionismus mit all seinen möglichen Überfrachtungen. Aber hier mussten meine Kollegen Schwarzbeck, Landendinger und ich erkennen: weniger ist mehr“. Aufgrund der guten Erfahrungen steht seit fast einem Jahr die neue Maschinengeneration der 42-Serie-WRB in Linie mit der zweiten Laseranlage des Betriebs. Eine dritte wurde in der Flensburger Produktionstätte für Flaschenreinigungsanlagen installiert. Die beiden Neutraublinger Maschinen sind zu 100 Prozent redundant, das Bearbeitungsergebnis ist absolut identisch hochwertig. Die neue Maschine erfüllt jedoch die Vorgabe „Nachhaltigkeit“ weitaus besser. Die niederländischen Ingenieure haben weitere Ersparnisse gleich mit in die Maschine konstruiert: Die in der Leistung sensorisch geregelte Vakuumpumpe erzeugt gerade so viel Vakuum, wie benötigt wird, um die Bauteile auf dem Arbeitstisch (Teppich) zu fixieren. So spart Krones entscheidend Energie. Frühere Vakuumsysteme liefen ständig mit Volllast. Diese neue Maschinengeneration wartet mit weiteren wesentlichen Verbesserungen auf. Das Multirotations-Bürstverfahren steht für absolut gleichmäßiges Entgraten, Verrunden und Finishen von lasergeschnittenen, gestanzten, gefrästen oder auch profilierten Werkstücken. Die um die eigene Achse rotierende Bürsteinheit trägt acht links- und rechtsdrehende sowie gleichzeitig rotierende Schleiflamellenbürsten. Damit lassen sich alle Kanten eines Werkstücks buchstäblich aus allen Richtungen bearbeiten. Die Nacharbeit entfällt komplett.

Durch den modularen Aufbau der Multirotations-Bürstmaschine war auch das Ausstatten mit zusätzlicher Vorschleifstation mit Endlos-Schleifband möglich.
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Auf Herz und Nieren geprüft

Laut Karl ist es eine Maxime des Unternehmens, bei Neuinvestitionen völlig unvoreingenommen zu begutachten und zu testen – die künftigen Bediener sind in den Entscheidungsprozess eingebunden. Nichts wird über ihre Köpfe hinweg entschieden: „Es gibt nichts überzeugenderes, als ein hervorragendes Bearbeitungsergebnis am eigenen Bauteil zu sehen“. Weitere Highlights, welche nach Karl für die Verrundungsmaschinen von Timesavers sprachen: „Die Standzeiten der Rotationsbürsten sind enorm. Den Original-Bürstensatz haben wir erst nach 2,5 Jahren gewechselt – diese Maschine läuft im 2-Schicht-Betrieb. Zudem lässt sich der Schleifstaub sehr einfach aus dem Auffangbehälter der Absaugung entsorgen.

Walter Schwarzbeck gibt noch Zusatzinformationen zu den Materialien: „Wie erwähnt verarbeiten wir überwiegend Edelstahl-Bleche von 0,8 bis 15 Millimeter Dicke. Selbst Bauteile mit Außenmaßen von 3.000 × 1.500 Millimeter können das Verrundungsaggregat durchlaufen; das Schleifband zum Entfernen des groben Grates ist auf 1.350 Millimeter Arbeitsbreite beschränkt.

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Evolution beim Rotations-Bürstschleifen

Roboter steigert Automatisierungsgrad

Mit über 50.000 installierten Einheiten steht Timesavers in der Entgradtechnik mit Rotations-Bürstmaschinen weltweit für Fortschritt.

Aktuell hat das holländische Unternehmen die innovative Kombination seiner hochmodernen Rotations-Bürstmaschine 42-Serie-WRBW mit einem Roboter präsentiert: dabei durchlaufen die zu entgratenden oder verrundenden Bauteile die Maschine auf einer Hälfte des Vorschubteppichs; der Roboter erkennt die Bauteile, wendet und legt sie auf die gegenläufige Hälfte des Teppichs für den abschließenden Bürstprozess.

Diese Kombination steigert die Wirtschaftlichkeit des Rotations-Bürstschleifens enorm – der Bediener kümmert sich lediglich um das Beschicken und Entladen der WRBW 42. Darüber hinaus erhöht diese Neuheit den Integrationsgrad in vollautomatische Bearbeitungslinien: Auch schon mit Blick auf den kommenden Standard „Industrie 4.0.

Abb. I: Auf dem Weg zu 4.0: Innovative Kombination der hochmodernen Rotations-Bürstmaschine 42-Serie-WRBW mit Roboter zum blitzschnellen Erkennen und Wenden von Bauteilen

Foto: Timesavers

 Abb. II + III: Gewinner des Reddot Design Award 2016: Timesavers 42-Serie-RB (Rotationsbürste) – beliebteste Lösung bei Kunden, die beim Entgraten und „Finish“ auf höchste Qualität setzen

Foto: Timesavers

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Synonym für Systemtechnik: Krones

Krones hat sich seit seiner Gründung 1951 weit über den klassischen Maschinen- und Anlagenbau hinaus entwickelt. Das Unternehmen ist zum „Rundum-Partner“ für seine Kunden geworden. Maschinenbau, Anlagen-Know-how, Verfahrenstechnik, Mikrobiologie und Informationstechnik wurden von Krones harmonisch miteinander verbunden. Krones ist heute das Synonym für Systemtechnik.

Der Erfolg von Krones beruht auf einigen wenigen jedoch wesentlichen Strategien: Spezialwissen im Maschinenbau und in den Abnehmerbranchen, technischer Vorsprung durch ständige, hohe Aufwendungen in Forschung und Entwicklung, Fertigung mit modernsten Anlagen und nach hohen Qualitätsnormen, weltweiter Service rund um die Uhr sowie hohe fachliche Qualifikation und Kompetenz der Mitarbeiter. Mehr als 4.450 eingetragene Patente und Gebrauchsmuster belegen das Innovationspotenzial des Unternehmens.

Weltweit beschäftigt Krones 13.346 Mitarbeiter. Rund 90 Prozent seiner Produkte gehen ins Ausland. Der Konzernumsatz 2015 betrug 3,173 Mrd. Euro. Zum Konzern gehören neben der Krones AG (M-DAX) über 80 Vertriebs- und Serviceniederlassungen.

Das Produktprogramm von Krones umfasst:

  • Streckblastechnik
  • Füll- und Verschließtechnik
  • Aseptische Abfüllung
  • Etikettier-, Direktdruck- und Ausstattungstechnik
  • Inspektions- und Kontrolltechnik
  • Reinigungstechnik, Rinser und Pasteure
  • Pack- und Palettiertechnik
  • Transporttechnik
  • Systemtechnik
  • Prozesstechnik
  • Brautechnologie (Steinecker)
  • Informationstechnologie
  • PET-Recyclinganlagen
  • Fabrikplanung

Tochtergesellschaften ergänzen das Produktportfolio:

  • Kosme (Maschinen und Anlagen für den niedrigen Leistungsbereich)
  • Gernep (Etikettiermaschinen für den niedrigen Leistungsbereich)
  • Evoguard (Ventil- und Pumpenproduktion)
  • Syskron (Intralogistik)
  • System Logistics S.p.A. (Logistik-Kommissioniersysteme)
  • HST (Homogenisatoren)
  • Milkron (Prozesstechnik für die Getränke- und Milchindustrie)
  • Trans-Market Sales & Equipment Inc. (Prozesstechnik für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie (Liquid Food)
  • KIC KRONES (Betriebsmittel)
  • Till (Direktdruck)
  • ecomac (Gebrauchtmaschinen)
  • Konplan (Engineering)
  • Maintec (Service)

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Gletscherwasser vom Himalaja

Aus einem Gletscher im Himalaja entspringt auf 5.100 Meter Höhe eine Quelle. 800 Meter tiefer, in der Nähe der tibetischen Hauptstadt Lhasa, steht die Abfüllanlage für das Gletscherwasser – gebaut in Neutraubling bei Regensburg. Auf der grünen Wiese zwischen den gigantischen Bergmassiven Tibets ging diese Anlage bereits im Juli 2006 in Betrieb. Die Gletscherquelle hat das Unternehmen Tibet Glacier Mineral Water Co. Ltd. gefasst und bringt ihr Wasser, in Flaschen gefüllt, nun auf den Markt. Mit einer Leistung von 24.000 Flaschen pro Stunde werden hier PET-Flaschen geblasen, gefüllt und mit Rundum-Etiketten ausgestattet.